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09.01.1762 - München zahlt 40 Gulden an Tuntenhausen

Maria Himmelfahrt in Tuntenhausen und seine Beziehung zu München

Kirche Tuntenhausen
Wikipedia.de - Sven Petersen - PD-Licence
©Sven Petersen (PD-Licence) - Wikipedia.deFoto: Sven Petersen

Die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt ist heute dem Erzbistum München zugehörig. Verbunden sind die Münchner - und vor allem die Wittelsbacher - aber schon sehr lange mit dieser Kirche. Daher wurden am 09.01.1762 "40 Gulden zur ewigen Unterhaltung der Münchner Votivkerze" an das Gotteshaus übergeben.

Tuntenhausen ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte in Bayern. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen zur Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. Bereits 1441 soll es hier zu einem Wunder gekommen sein und ab 1470 ist eine zunehmende Wallfahrt nachzuweisen. Nicht nur aus Niederbayern und Tirol kamen Wallfahrer - auch die bayerischen Herzöge pilgerten aus München nach Tuntenhausen, um für Segen und Beistand zu bitten.

Vor allem ein altes Gnadenbild wurde verehrt. Eben jenes Gnadenbild wurde bei einem Brand 1548 zerstört. Ein unbekannter Künstler schnitzte Mitte des 16. Jahrhunderts eine Marienskulptur, die diesem Gnadenbild nachempfunden ist. Aufgrund des stetig wachsenden Pilgerstroms wurde die Kirche schließlich erweitert. Kurfürst Maximilian stiftete den Hochaltar, in welchem das Gnadenbild seit dieser Zeit zu bewundern ist. Eine Besonderheit ist die Wechselkleidung, mit der die Madonnenfigur der Liturgie entsprechend angezogen werden kann - derzeit ca.  6 mal jährlich. Ein Brauch, der vor allem in der Barockzeit üblich war.

Die 13 noch vorhandenen Gewänder werden in der Sakristei aufbewahrt. Das älteste ist noch aus dem 17. Jahrhundert, das jüngste gerade mal etwas über ein Jahrzehnt alt. 

Quellen und weiterführende Infos:
Erzdiözese München und Freising
Staatliches Bauamt Rosenheim

Chronik der Stadt München - Erzwungener Glanz 1706 - 1818